Warum zur Augenärztin

Schauen, beobachten, erblicken, erkennen, anschauen, zuschauen, ansehen, zusehen; aber auch übersehen, wegsehen, durch etwas hindurch sehen usw. usf. – eigentlich ist es ganz erstaunlich, wie viele verschiedene Wörter unsere Sprache für ein und dasselbe bereithält, nämlich das ‚Sehen‘.
Das hat einen ganz triftigen Grund: An dem, was wir gemeinhin als ‚Sehen‘ bezeichnen, sind nämlich nicht etwa nur gerade unsere Augen beteiligt, sondern ganz wesentlich auch das Gehirn. Genaugenommen ist es sogar überhaupt nur das Gehirn, ist es doch so, dass unsere Augen entwicklungsgeschichtlich nichts anderes sind als lichtempfindliche Ausstülpungen des Gehirns.
Und ich begreife jemanden nur allzu gut, der sich das ganz einfach nicht vorstellen kann.
Wenn das eine Auge dann einmal nicht mehr so gut tun sollte, so helfen die beiden anderen beteiligten Parteien, das andere Auge und das Gehirn also, sofort aus, und das so gut es halt eben geht. Das geht sogar so gut, dass die Betroffene / der Betroffene im Allgemeinen während längerer Zeit auch nicht das Geringste bemerken würde, und sich so in falscher Sicherheit wiegt.
Derweilen wird das kranke Auge aber ganz sicher nicht gesünder, sondern stattdessen immer nur noch kränker, und das so lange bis dass es zu spät ist.

Hierzu ein Beispiel (eines von vielen), welches in meiner praktischen Tätigkeit jedoch häufig vorkommt, und zwar geht es dabei um den so genannten ‚Grünen Star‘, das ,Glaukom‘ also, oder, treffend umschrieben, den ,schleichenden Dieb‘ des Sehvermögens. Tatsächlich gibt es mehrere Namen für ein- und dieselbe Augenkrankheit:
Über die Zeit hinweg führt ein heimlich beginnendes bzw. sukzessive fortschreitendes Glaukom nämlich dazu, dass man je länger je weniger auch seitlich zumindest  Schatten zu erkennen in der Lage ist, sondern stattdessen je länger je mehr nur noch ‚röhrenförmig‘ gegen vorne blicken kann.


Natürlich ist die damit zusammenhängende Problematik insbesondere auch dem Strassenverkehrsamt nicht unbekannt, mit den entsprechenden, irreversiblen Konsequenzen versteht sich!
Im Rahmen meiner Behandlungen gelingt es mir dann zum guten Glück, den aktuellen Status eines Glaukoms zumindest zu stabilisieren; eine damit zusammenhängende Sehschädigung jedoch wieder rückgängig zu machen, ist trotz intensivster Forschung bis heute allerdings leider immer noch nicht möglich, und so wie es aussieht wird es aller Voraussicht nach auch nie sein?

Natürlich gibt es noch viele andere Augenkrankheiten; und es gibt beinahe noch mehr Krankheiten, welche eigentlich gar keine Augenkrankheiten i.e. S. sind, aber durchaus Auswirkungen auf Ihr Augenlicht haben können, so zum Beispiel der Diabetes, die Zuckerkrankheit also, aber etwa auch Nebenwirkungen von Medikamenten, was ich im Rahmen meiner grundsätzlich ganzheitlichen augenärztlichen Behandlungen natürlich stets gebührend berücksichtige.

Damit empfiehlt es sich buchstäblich für jedermann, sich bereits in jungen Jahren in meine Praxis zu begeben, insbesondere also auch dann, wenn man das Gefühl hat, mit seinem Augenlicht sei ja eigentlich soweit immer noch alles in bester Ordnung, resp. wenn es einem halt so dünkt, z.B. mit einer Brille oder einem einfachen Sehtest irgendwo sei es vorerst einmal getan.